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Frau Dr. med. Wisskirchen, Fachärztin für Arbeitsmedizin à Essen

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Frau Dr. med. Barbara Gier-Stuschke

Fachärztin für Arbeitsmedizin
Klara-Kopp-Weg 3
45138 Essen
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Arbeitsmediziner: für gesundes und sicheres Arbeiten

Die Arbeitsmedizin geht der Frage nach, wie sich Arbeit und Beruf auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Dazu analysiert der Facharzt für Arbeitsmedizin die Bedingungen im gesamten betrieblichen Umfeld wie etwa psychische und physische Anforderungen oder auch mögliche Gefahrenquellen und leitet daraus gesunderhaltende Maßnahmen ab.

Was ist ein Facharzt für Arbeitsmedizin?

„Arbeit macht Spaß oder krank“, sagt ein Sprichwort. Und tatsächlich: Manche Arbeitsbedingungen haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit, sowohl psychisch als auch körperlich. Die Gründe dafür sind vielfältig: Manchmal sind Arbeitnehmer mit der Menge der Arbeit überfordert, manchmal herrscht ein rauer Umgangston oder die Arbeitnehmer erfahren keine Anerkennung und Wertschätzung. Betriebliche Veränderungen wie Umstrukturierungen oder Sparmaßnahmen können Ängste auslösen, den Arbeitsplatz zu verlieren. Es gibt aber auch handfeste Kriterien: Ist die Arbeit körperlich anstrengend oder kommt es zu typischen Berufskrankheiten? Ist der Arbeitnehmer Gefahrensituationen oder Schadstoffen ausgesetzt? Wie lassen sich Unfälle an Maschinen vermeiden? Zu diesen Themen berät der Facharzt für Arbeitsmediziner den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer. Dabei arbeitet er auch mit anderen Fachbereichen wie etwa dem Arbeitsschutz zusammen.

Was macht ein Facharzt für Arbeitsmedizin?

Die Einsatzmöglichkeiten eines Arbeitsmediziners sind breit gefächert und können in allen Bereichen der Arbeitswelt liegen. Arbeitsmediziner arbeiten etwa in Forschung und Lehre, im medizinischen Arbeitsschutz der Landesbehörden sowie der Unfallversicherungsträger, aber auch in Rehabilitationseinrichtungen. Der Großteil jedoch ist als Betriebsarzt in einem Unternehmen tätig und arbeitet dort in erster Linie präventiv. Um die Gesundheit zu erhalten und zu fördern, schädliche Einflüsse zu verhindern, Gesundheitsschäden und Krankheiten früh zu erkennen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, wird der Arbeitsmediziner den Ist-Zustand analysieren und „Gesundheitsziele“ definieren, daraus Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ableiten und anwenden, anschließend die Maßnahmen und Effekte kontrollieren und evaluieren.

Beispiele für gesunderhaltende Maßnahmen sind beispielsweise eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeitregelung, mehr Hygiene am Arbeitsplatz, das Tragen von Schutzausrüstung sowie eine individuelle, auf die beruflichen Bedürfnisse und Anforderungen ausgerichtete Gesundheitsberatung. Weitere Maßnahmen sind Ernährungsberatung, Nichtraucher-Seminare, Seh- und Hörtests sowie arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, vor allem wenn Arbeitnehmer besonderen Risiken oder Gefahrstoffen ausgesetzt sind.

Mit arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen lassen sich arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren frühzeitg erkennen und vermeiden. Bei Tätigkeiten oder Arbeitsplätzen mit Gefahrenstoffen, Freisetzung von Staub oder Gas, Belastungen der Haut, Infektionsgefährdungen, physikalischen Einwirkungen (Temperaturen, Druck, Lärm, Lasten etc.), Bildschirmtätigkeiten, Fahr- und Steuertätigkeiten, Absturzgefahr sowie Auslandsreisen und Tätigkeiten im Labor, sind solche Untersuchungen vom Arbeitgeber anzubieten oder zu veranlassen.

Bei welcher Gefährdung welche arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nötig wird, regelt die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Früher hießen diese Untersuchungen „G-Untersuchungen“ und auch heute noch kursiert dieser Begriff als Handlungsempfehlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGVU). Zu den bekanntesten „G-Untersuchungen“ zählen die G20-Untersuchung „Lärm“ für Mitarbeiter, die mehr als 1/2 Stunde täglich Lärm ausgesetzt sind; die G23-Untersuchung „Obstruktive Atemwegserkrankungen“ für Personen, die am Arbeitsplatz Gefahrstoffen ausgesetzt sind, die zu Atemwegserkrankungen führen können; die G24-Untersuchung „Hauterkrankungen“ für Personen, die berufsbedingt ein erhöhtes Risiko für Hauterkrankungen haben; die G41-Untersuchung „Arbeiten mit Absturzgefahr“ für Personen, die in größeren Höhen arbeiten und nicht immer gesichert sind und die G42-Untersuchung „Infektionsgefährdung“ für Personen, die gezielt oder ungezielt Kontakt mit Infektionserregern haben.

Wann sollte man einen Facharzt für Arbeitsmedizin aufsuchen?

Je nach Beruf gibt es sogenannte Pflichtvorsorgen, denen sich ein Arbeitnehmer nicht entziehen kann. Ohne Beratung und optionale Untersuchung darf hier die Arbeit nicht aufgenommen oder fortgeführt werden. Darüber hinaus gibt es sogenannte Angebotsvorsorgen, die der Arbeitgeber ermöglichen sollte. Ob ein Mitarbeiter diese wahrnimmt oder nicht, entscheidet er selbst.

Grundsätzlich kann der Besuch bei einem Arbeitsmediziner jedem Arbeitnehmer nützen, egal, ob Rückenprobleme vom vielen oder falschen Sitzen auftreten, die Sehkraft schwindet, man sich zunehmend ausgebrannt gefühlt und schlecht abschalten kann, oder ob man „mit Bauchschmerzen“ zur Arbeit fährt, etwa wegen eines schlechten Betriebsklimas oder aufgrund von Mobbing.

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