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Füllungstherapie – eine konservierende Behandlung für Zähne

Zahnärzte wenden die Füllungstherapie an, um Zähne, die von Karies befallen sind, zu stabilisieren. Hierzu stehen den Fachärzten verschiedene Füllungsmaterialien und Füllungstechniken zur Verfügung. Grundsätzlich wird zwischen plastischen Füllungen und Einlagefüllungen unterschieden.

Wann ist eine Füllungstherapie notwendig?

Wenn Zähne von beginnender oder fortschreitender Karies betroffen sind, wird die Hartsubstanz der Zähne (Zahnschmelz, Dentin) dauerhaft geschädigt. Kleinere Kariesdefekte werden teilweise mittels Laser oder mit chemischen Verfahren behandelt. Bei starker Karies entfernen Zahnärzte die erkrankte Zahnsubstanz mit den klassischen zahnärztlichen Instrumenten, wie einem „Bohrer“, und versorgen den betroffenen Zahn mit einer Füllung.

Welche Zahnfüllungen gibt es?

Zahnärzten stehen für betroffene Zähne sowohl plastische Füllungen als auch Einlagefüllungen zur Verfügung. Bei einer plastischen Füllung werden formbare Materialien in den Zahn eingebracht, die dort aushärten. Zahntechniker fertigen eine Einlagefüllung hingegen außerhalb des Mundes an. Der Zahnarzt passt die Einlagefüllung anschließend in den Zahn ein und befestigt sie dauerhaft mit Dentinkleber oder Zementwerkstoffen. Für die Füllung stehen unterschiedliche Materialien, metallische oder nichtmetallische, zur Auswahl.

Neben der klassischen, silberfarbenen Amalgamfüllung, einer Mischung aus Silber, Kupfer, Zinn und Quecksilber, werden in der Füllungstherapie heute vor allem Kunststoffe angewendet. Aufgrund des großen vorherrschenden Kaudrucks wird Amalgam vor allem noch im Seitenzahnbereich eingesetzt. Weil Amalgam Quecksilber enthält und möglicherweise ein Gesundheitsrisiko darstellt, steht es in Deutschland seit langer Zeit in der Diskussion. Eine weitere metallische Variante für die Füllungstherapie sind goldhaltige Legierungen.

Als Kunststoff-Füllungen stehen Zahnärzten heutzutage folgende Materialien zur Verfügung:

- Zahnfarbene Füllungen aus Komposit: Komposit besteht zu ca. 20 Prozent aus Kunststoff und etwa 80 Prozent aus einem Salz der Kieselsäure beziehungsweise feinsten Glasteilchen. Dieses Gemisch ist formstabil und langlebig und wird für Füllungen sowohl von Front- als auch von Seitenzähnen verwendet. Komposit wird in plastisch-elastischem Zustand eingesetzt und unter Einsatz spezieller Lampen ausgehärtet. Bei kleineren Kariesschäden reicht häufig eine einfache Kompositfüllung aus. Liegt ein größerer Kariesschaden vor, wird Komposit in mehreren Schichten in den Zahn eingebracht. Diese Technik erfordert deutlich mehr Arbeit.

- Kunststoff-Inlays: Kunststoff-Inlays bestehen ebenfalls aus verschiedenen Komposit-Kunststoffen. Wie bei der Kompositfüllung können Zahntechniker auch das Kunststoff-Inlay der ursprünglichen Zahnfarbe anpassen. Inlays werden außerhalb des Mundes angefertigt und in den vorbereiteten Zahn eingesetzt (Einlagefüllung).

- Keramik-Inlays: Keramik ist ein sehr verträgliches und haltbares Material. Aus diesem Grund wählen es Zahnärzte für Inlays häufiger als Kunststoff. Auch Keramik-Inlays werden von Zahntechnikern angefertigt und farblich auf die anderen Zähne abgestimmt.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse bei einer Füllungstherapie?

Für Kompositfüllungen in Einschichttechnik im Frontzahnbereich, also entsprechenden Füllungen der Schneide- und Eckzähne des Ober- und Unterkiefers, übernehmen Krankenkassen die Kosten. Im Seitenzahnbereich werden Kosten für Amalgamfüllungen übernommen. Wenn gewünscht, kann eine aufwendigere zahnärztliche Versorgung gewählt werden. Hierzu erstellt der Zahnarzt eine Mehrkostenvereinbarung für die Füllungstherapie, worin der für die höherwertige Füllung selbst zu zahlende Betrag errechnet wird.

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