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Der Gastroenterologe: Experte für Verdauungsorgane

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie (Gastroenterologen) sind darauf spezialisiert, Erkrankungen der Verdauungsorgane (Speiseröhre, Magen und Darm) sowie der Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse zu erkennen und zu behandeln.

Wann sollten Sie einen Gastroenterologen aufsuchen?

Der Magen-Darm-Trakt und die ihm zugehörigen Organe (Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) haben die Funktion, unsere Speisen zu zerkleinern und in grundlegende Nährstoffe umzuwandeln. Werden diese Prozesse gestört, kann die Verdauung nicht einwandfrei ablaufen.

Bei Beschwerden im Ober- und Unterbauch oder im Brustkorb kann es notwendig sein, der Ursache dahinter auf den Grund zu gehen. Zu diesen Beschwerden gehören unter anderem

- Sodbrennen, Schluckstörungen oder Aufstoßen
- Übelkeit und Erbrechen
- Anhaltende Bauchschmerzen
- Anhaltender Durchfall oder Verstopfung
- Blut im Stuhl oder Teerstuhl (schwarze Verfärbung des Stuhls)
- ungeklärte Blutarmut oder ungeklärter Gewichtsverlust

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum unter solchen Beschwerden leiden, sollten Sie Ihren Hausarzt oder direkt einen Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie aufsuchen. Der Gastroenterologe ist auch der richtige Ansprechpartner für Krebsvorsorgeuntersuchungen ab dem 55. Lebensjahr – beziehungsweise zu einem früheren Zeitpunkt, wenn direkte Verwandte zuvor an Darmkrebs erkrankt sind.

Welche Untersuchungen führt ein Gastroenterologe durch?

Zu Beginn seiner Untersuchung führt der Gastroenterologe mit Ihnen ein Gespräch zu vorherigen Erkrankungen und zu Medikamenten, die Sie eventuell eingenommen haben bzw. regelmäßig einnehmen (Anamneseerhebung). Außerdem stellt der Facharzt Ihnen gezielt Fragen zu Ihren aktuellen Beschwerden.

Im Anschluss an das Gespräch betrachtet der Gastroenterologe Ihr allgemeines, körperliches Befinden und tastet Ihren Bauch ab. So stellt er zum Beispiel fest, ob Leber, Milz oder Gallenblase vergrößert sind, und wo etwas schmerzt. Der Arzt ertastet, ob Teile des Darms mit Gas oder Flüssigkeit gefüllt sind, ob sich freie Flüssigkeit im Bauch befindet und horcht mit dem Stethoskop nach Darmgeräuschen.

Für die weitere Untersuchung stehen dem Gastroenterologen verschiedene medizinisch-technische Methoden zur Verfügung. Für einige dieser Untersuchungen (zum Beispiel Untersuchungen mit dem Endoskop) ist es notwendig, dass Ihr Magen-Darm-Trakt frei von Nahrungsresten ist. Sie werden in solchen Fällen darüber informiert, mehrere Stunden vor der Untersuchung nichts mehr zu essen.

Endoskopie

- Magenspiegelung (Ösophagoskopie, Gastroskopie, Duodenoskopie)
Mit Hilfe eines Endoskops (ein ca. 8 mm starkes, schlauchförmiges, bewegliches Instrument mit einer sehr kleinen Kamera an der Spitze), untersucht der Gastroenterologe Ihre Speiseröhre, Ihren Magen und Ihren Zwölffingerdarm von innen. Wenn erforderlich, kann der Arzt über das Endoskop mit einer kleinen Zange Proben von verschiedenem Gewebe entnehmen.

- Darmspiegelung (Koloskopie, Rektoskopie, Proktoskopie)
Bei der Darmspiegelung ist es möglich, den gesamten Dickdarm, und in der Regel auch den letzten Abschnitt des Dünndarms einzusehen. Auch das Rektum und der Analkanal werden untersucht. So kann der Gastroenterologe krankhafte Veränderungen des Darms beurteilen. Auch bei dieser Untersuchung ist es möglich, Proben für weitere Untersuchungen zu entnehmen. Um die Schleimhaut des Darms gut beurteilen zu können, muss der Darm vorher gründlich gereinigt werden.

Neben der Untersuchung mit dem Endoskop, stehen dem Gastroenterologen weitere Methoden, wie zum Beispiel das Röntgen oder der Ultraschall des Bauchraums, zur Verfügung.

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