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Kassenpatienten, Privatpatienten und Selbstzahler
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Der Heilpraktiker: Naturheilkunde und andere alternative Behandlungsmethoden

Heilpraktiker behandeln körperliche und seelische Leiden mit alternativer Medizin wie Homöopathie, Naturheilkunde oder Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM). Sie zählen nicht zu der Berufsgruppe der Ärzte und müssen in Deutschland eine staatliche Prüfung ablegen, um den Beruf als Heilpraktiker ausüben zu dürfen.

Wann sollten Sie einen Heilpraktiker aufsuchen?

Für Heilpraktiker gibt es, im Gegensatz zu Fachärzten, keine allgemeine Empfehlung, bei welchen Beschwerden Sie einen Termin vereinbaren sollten. Bei akuten Beschwerden ist es ratsam, einen Termin bei Ihrem Hausarzt zu vereinbaren. Er kann abklären, ob eine ärztliche Behandlung angeraten ist.
Heilpraktiker bieten alternative Behandlungsmethoden für chronische Krankheiten, Gelenk- und Rückenschmerzen, gegen Grippe und Fieber sowie Allergien, Hautprobleme, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und weitere Beschwerden an.

Gesetzliche Krankenversicherungen tragen in seltenen Fällen die Kosten einer Behandlung durch einen Heilpraktiker. Private Krankenversicherungen übernehmen dagegen, abhängig von der Versicherung, häufiger die Kosten.

Was macht ein Heilpraktiker?

Heilpraktiker behandeln Patienten mit vielen unterschiedlichen Therapieansätzen. Zu den gängigen Therapien zählen:

- Homöopathie: Neben Ärzten, die Homöopathie anwenden, bieten auch Heilpraktiker die Homöopathie als mögliche Therapieform an. Dabei sollen Krankheiten durch eine ganzheitliche Behandlung von Körper, Geist und Seele geheilt werden. Der Therapie liegt das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip zugrunde. Bei der homöopathischen Aufbereitung werden diese Substanzen stark verdünnt und häufig in Form von Globuli verabreicht.
- Pflanzenheilkunde (Phytotherapie): Hierbei benutzt der Heilpraktiker Auszüge aus Pflanzen, um Beschwerden wie Hautprobleme, Fieber oder Entzündungen zu behandeln. Dabei setzt er Pflanzenteile als Tee, Saft, Tinktur, Pulver oder ätherisches Öl zur Therapie ein.
- Aromatherapie: Bei der Aromatherapie sollen mit Hilfe ätherischer Öle Krankheiten gelindert und das Wohlbefinden gesteigert werden.
- Akupunktur: Die Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und soll durch Nadelstiche an bestimmten Körperstellen Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Migräne lindern.
- Chiropraktik: Mit der Chiropraktik versucht der Heilpraktiker, die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken wiederherzustellen. Dabei wendet er unter anderem Dehn- und Entspannungstechniken an.
- Blutegeltherapie: Der Heilpraktiker führt mit Blutegeln einen sogenannten Aderlass durch. Blutegel werden in der Naturheilkunde oft bei Venenerkrankungen, Arthrose und Entzündungen eingesetzt. Neben der Naturheilkunde werden Blutegel auch in der plastischen Chirurgie eingesetzt.
- Atemtherapie: Mit Hilfe von unterschiedlichen Atemtechniken behandeln Heilpraktiker körperliche und psychische Beschwerden. Die bewusste Veränderung der Atmung solle seelische Zustände wie Angst, Stress und Verspannung lindern.
- Bioresonanztherapie: Die Bioresonanztherapie wird von der Annahme geleitet, dass der menschliche Körper von einem elektromagnetischen Feld durchdrungen ist. Der Theorie nach verändert sich dieses Feld durch Krankheiten, Allergien und andere körperliche Beschwerden. Durch die „Harmonisierung“ des elektromagnetischen Feldes sollen die Beschwerden geheilt werden. Heilpraktiker wenden die Bioresonanztherapie zum Beispiel gegen Allergien, Rheuma und Schmerzen an.

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