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Der Kinderorthopäde: Der Arzt für einen gesunden Bewegungsapparat von Anfang an

Ein Kinderorthopäde befasst sich mit allen angeborenen sowie erworbenen Krankheiten und Fehlbildungen am Bewegungsapparat von Kindern und Jugendlichen. Er kümmert sich sowohl um die Diagnose als auch die entsprechende Therapie.

Was ist ein Kinderorthopäde?

Die Kinderorthopädie ist ein Teilgebiet der Orthopädie. So wie sich der Orthopäde um den Bewegungsapparat von Erwachsenen kümmert, kümmert sich der Kinderorthopäde um Krankheiten und Fehlbildungen am Bewegungsapparat von Kindern und Jugendlichen. Das können angeborene Deformationen sein, aber auch Knochenbrüche oder erworbene Fehlstellungen sowie Haltungsschäden.

Kinderorthopäden sind Spezialisten: Sie sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie oder Kinderchirurgie mit einer Zusatzausbildung, die sich schwerpunktmäßig oder ausschließlich mit orthopädischen Erkrankungen des Kindes beschäftigen.

Was macht ein Kinderorthopäde?

Der Orthopäde für Kinder befasst sich mit dem Vorbeugen, Erkennen und der Therapie von Erkrankungen, Verletzungen oder deren Folgen bei Kindern. Auch angeborene und erworbene Formveränderungen und Fehlbildungen der Stütz- und Bewegungsorgane im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter sind Teil seines Arbeitsbereichs. Das Ziel ist es, bestehende Schädigungen frühzeitig zu erkennen und kindgerecht zu behandeln, um eine normale Entwicklung zu ermöglichen.

Bei der Behandlung bedient sich der Facharzt operativer und konservativer Methoden. Beispielsweise passt er orthopädische Hilfsmittel wie Orthesen und Prothesen an.

Studien zufolge haben etwa 50 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mindestens einmal einen Knochenbruch und etwa 40 Prozent mindestens einmal ein orthopädisches Problem. Bei Kindern und Jugendlichen treten häufig Fehlstellungen, Knicksenkfüße oder flexible Plattfüße auf.
Weitere mögliche Komplikationen, mit denen ein Kind vorgestellt wird, sind Hüftdysplasie (Hüftreifungsverzögerung), Hüftluxation, Morbus Perthes, Klumpfuß, Wirbelsäulenkrümmungen (Skoliose), Wirbelgleiten, Kniescheibenbeschwerden, Beinlängenunterschiede, Achsenfehlstellungen (X- oder O-Beine), Sportverletzungen oder Glasknochenkrankheit.

Wann sollten Kinder zum Kinderorthopäden?

Für Eltern ist es häufig schwer einzuschätzen, wann sie mit ihrem Nachwuchs einen Orthopäden für Kinder aufsuchen sollten. Oft kommen sie mit kleineren Kindern in eine Praxis, weil ihnen etwas aufgefallen ist: eine verzögerte motorische Entwicklung, ein Haltungsschaden oder ein „komischer“ Gang.

Wenn Zweifel bestehen, ob sich das Kind gut entwickelt oder wenn es Schmerzen hat, ist es ratsam, einen Kinderorthopäden aufzusuchen. In manchen Fällen sind Fehlentwicklungen schon bei der Geburt zu erkennen, darunter etwa der Klumpfuß. Andere, wie etwa eine Hüftdysplasie, werden bei den regulären Untersuchungen für Kinder (den sogenannten U-Untersuchungen) augenfällig. Weil Kinder ständig wachsen, verändert sich auch die Form der Wirbelsäule. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass das Kind keine Haltungsschwäche hat und die Entwicklung problemlos vonstattengeht, kann den Kinderarzt zurate ziehen. Dieser überweist bei Verdacht zum Kinderorthopäden für einen Haltungstest.

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